Gastbeitrag – Self-Hacking lohnt sich

Hacking ist ja erstmal ein sehr Negativ besetzter Begriff. Wieso sollte man es also bei sich selber anwenden? Was hat es also mit Self-Hacking auf sich? Wir haben einen Menschen gefunden, der bereit war über sein “Self-Hacking” zu schreiben.

Mit Self-Hacking ist die “selbst Überwachung” gemeint. Die zahlreichen, technischen Möglichkeiten bieten uns nicht nur Abwechselung und Information. Die diversen, technischen Möglichkeiten bieten, vor allen Dingen älteren Menschen, die Möglichkeit viele Vitalfunktionen selbst im Auge zu behalten und dann reagieren zu können, wenn es notwendig wird. Das ersetzt natürlich keinen Diagnose oder Analyse eines Arztes, bietet aber Freiraum da man, für die Überwachung einiger Daten, nicht ständig in ein Wartezimmer rennen muss.

“Self-Hacking lohnt sich

Als ich vor Jahren das erste Mal von Self-Hacking hörte, war ich begeistert. Über 60 Jahre alt, da zwackt es schon mal hier und da. Die Routine-Untersuchungen beim Arzt reichen mir nicht. Ich will wissen, was da in meinem Körper vor sich geht. Nach unzähligen Versuchen mit verschieden Fitness-Armbändern, die alle Schwächen hatten, bin ich bei der Apple Watch Series 2 gelandet. Und die ist es: die Herz-Frequenz ist jederzeit abrufbar, bei sportlicher Betätigung – Radfahren, Schwimmen, Laufen etc. wird die Puls-Schlag angezeigt. Um die innere Ruhe zu stärken, fordert die Uhr zweimal am Tag auf, ruhig zu atmen. Sofort sehe ich den Erfolg. Der Ruhepuls geht runter. Dabei nervt die Uhr nicht, sondern geht liebevoll mit dem Besitzer um. Und lobt. Dies gilt für alle Gesundheits-Apps. Beispiel Schwimmen: Ich gebe die Länge der Bahn ein und drücke auf Start. Der Countdown wie beim Ski-Rennen: piep, piep, piep (lang). Nach dem Schwimmen bekomme ich die Auswertung: geschwommene Länge, Art des Schwimmens – in meinem Beispiel Rücken -, Zeit, Herz-Frequenz und verbrauchte Kalorien. Wenn ich das gleichaltrigen Personen erzähle, erhalte ich nur ungläubiges Kopfschütteln.

Doch meine Uhr kann noch mehr: ich liege abends faul auf dem Sofa. Eine kurze Meldung: Aufstehen. Nach dem Motto: Stehen ist besser als sitzen. Es fehlen noch ein paar Meter, um mein selbst festgelegtes Bewegungsziel zu erreichen? Noch ne Runde mit dem Hund. Ziel erreicht. 23:00 Uhr: Zeit, meine Medikamente einzunehmen (diskreter Hinweis von meiner Uhr). Denn die Uhr ist gekoppelt mit meinem Smartphone. Ein 6s auch von Apple. Die Zentrale meines Self-Hacking. In der Apotheken-App, die mit der Apotheke meines Vertrauens – Wolfs Apotheke – in Verbindung steht, sind alle Medikamente und der Medikation-Plan abrufbar. Hier wird auch angezeigt, wann meine Medikamente zu Ende gehen. Dann kann ich via App für Nachschub sorgen. Entweder per fotografierten Rezepten oder über den Arzt. Wenn alle Medikamente vorrätig sind, bekomme ich eine Mail. Das mit dieser Methode mögliche Nebenwirkungen erkannt werden ist fast schon selbstverständlich. Auch Notdienste werden angezeigt und meine sonst gemessenen Werte lassen sich auch dokumentieren und per Mail zum Arzt schicken. Meine Werte: Gewicht, Blutzucker, Temperatur und Blutdruck messe ich zu Hause mit Geräten, die über mein WLAN-Netz verbunden sind. In der kostenlosen Health-App von Apple werden diese Werte zusammengefasst. Wenn jetzt mit einer Schnittstelle die Werte noch in die Apotheken-App transportiert werden, dann wäre es perfekt.

Nächster Schritt ist eine permanente Überwachung des Blut-Zucker-Spiegels: ein Pflaster – wasserdicht- mit einer kleinen Nadel versehen wird auf dem Bauch geklebt. Ein kleiner Sender im Pflaster sendet die Werte auf meine Uhr. Eine drohende, gefährliche Unter- Zuckerung des Blutes wird so vermieden, da ich gezielt vorbeugen (Traubenzucker) kann. Zusammenfassend kann ich feststellen: Gesundheitlich geht es mir besser, als vor 10 Jahren. Ich habe 10 Kilo abgenommen, meine oben beschriebenen Werte sind top.

Self-Hacking lohnt sich.”

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