Microsoft Lizenzen, Software für ‘nen Appel und ‘n Ei

Microsoft Lizenzen, Software für ‘nen Appel und ‘n Ei

Geiz ist Geil ist immer noch hoch im Kurs und gerade bei den großen Unternehmen wie z.B. Microsoft kommt es bei einigen Usern nicht darauf an. “Die stecken doch ‘eh schon so voll” denken und sagen viele User. Da macht es doch nichts, wenn ich die Lizenz als Kunde im Internet für einen lächerlichen Betrag kaufe. So gibt es zahlreiche Anbieter die sich darauf gestürzt haben diese Microsoft Lizenzen, Software für ‘nen Appel und ‘n Ei anzubieten. Ob die aus einem Pool von reaktivierten Lizenzen kommt oder einer die von einem Rechner “abgepult” hat, egal. Aber genau das ist die Frage. Ist es Egal? Ist es Legal? Den Grundstein für den Handel mit Software-Lizenzen legte der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Jahr 2012 in seiner „UsedSoft“-Entscheidung. Zitat aus einem Beitrag der CT: “Danach dürfen Lizenzen unter bestimmten Voraussetzungen weiterverkauft werden. Grund ist der sogenannte Erschöpfungsgrundsatz. Danach gilt: Wurde eine Software-Lizenz innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) für einen angemessenen Preis von dem Rechteinhaber auf den Markt gebracht, kann er den Weiterverkauf innerhalb des EWR nicht verbieten. Der Verkäufer muss allerdings seine Kopie löschen.”

Also alles in Butter, die werden das doch sicherstellen?

Und an dieser Stelle kommen die dubiosen Softwareanbieter ins Spiel. Sie bedienen hier eine enorme Nachfrage. Aber genau an dieser Stelle wird es brisant für den User. Weiteres Zitat aus der CT: “In dieser Konstellation greift der Erschöpfungsgrundsatz aber nicht, wie das Landgericht Berlin im März dieses Jahres entschieden hat (Az. 16 O 73/13). Argument des Gerichts: Der Weiterverkauf von Software ist nur in der Form erlaubt, in der die Software auch auf den Markt gekommen ist. Wird eine Software-Lizenz nur als Lizenzschlüssel verkauft, darf der Lizenzschlüssel also weiterverkauft werden. Kommt die Software aber als DVD auf den Markt, darf sie nur als DVD verkauft werden. Ein Aufspalten der Software in Datenträger und Key ist nicht erlaubt.” Jetzt will man dem ja glauben schenken. Aber Hand auf das Herz. Kann ein Internetanbieter das wirklich leisten? Kann er wirklich sicherstellen, dass die Software wirklich von allen System gelöscht wurde?

Und zack ist man mit einem Bein im Gefängnis. Na ja, ganz so weit geht es wohl nicht. Bisher gibt es keine nachvollziehbaren Fälle, die Microsoft tatsächlich zur Anzeige gebracht hat. Jedenfalls nicht für private User. Dennoch, es ist aus den verschiedenen Perspektiven betrachtet illegal oder zumindest eine deutliche Grauzone. Für Firmenkunden sieht die rechtliche Lage da schon etwas anders aus. Hier sollte der Admin oder das pflegende Unternehmen schon sehr darauf achten das nicht irgendwelche dubiose Quellen für die Software Keys benutzt werden.

Wenn es Fragen zu den benutzten Lizenzen gibt oder wenn eine Änderung ansteht, stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

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